Lob der Dialektik

Das Unrecht geht heute einher mit sicherem Schritt.
Die Unterdrücker richten sich ein auf zehntausend Jahre.
Die Gewalt versichert: So, wie es ist, bleibt es.
Keine Stimme ertönt außer der Stimme der Herrschenden.
Und auf den Märkten sagt die Ausbeutung laut:
Jetzt beginne ich erst.
Aber von den Unterdrückten sagen viele jetzt:
Was wir wollen, geht niemals.

Wer noch lebt, sage nicht: niemals!
Das Sichere ist nicht sicher.
So, wie es ist, bleibt es nicht.
Wenn die Herrschenden gesprochen haben,
Werden die Beherrschten sprechen.
Wer wagt zu sagen: niemals?
An wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt? An uns.
An wem liegt es, wenn sie zerbrochen wird?
Ebenfalls an uns.
Wer niedergeschlagen wird, der erhebe sich!
Wer verloren ist, kämpfe!
Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?
Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen,
Und aus Niemals wird: Heute noch!

 

Bertolt Brecht

Termine

23.09.26 | 18:00
| Veranstaltung

Kognitive Kriegsführung und die Rolle der Medien
München, DGB-Haus
24.09.26 | 19:00
| Veranstaltung

Staatsräsonfunk
Landshut, CBW
26.09.26 | 12:00 - 15:00
| Kundgebung

Kundgebung gegen Sozialkahlschlag
Nürnberg, Kornmarkt
30.09.26 | 19:00
| Podiumsdiskussion

Wem gehört die Zukunft?
München, NS-Dokuzentrum
8.10.26 | 20:00
| Film

Do you love me
Taufkirchen, Kinocafé
29.10.26 | 19:00
| Buchvorstellung

„linker Antisemitismus“ - zur Kritik eines Kampfbegriffs
München, Bellevue

„Hinter jedem großen Vermögen steht ein Verbrechen.“

Honoré de Balzac