Kognitive Kriegsführung und die Rolle der Medien

Mittwoch, 23. September 2026 -   18:00 Uhr
Ort : München, DGB-Haus

Die Militarisierung vieler gesellschaftlichen Bereiche ist nicht mehr schleichend, sie ist gesetzt. Merz zielt auf die „konventionell stärkste Armee Europas“ und sieht eine Führungsrolle Deutschlands in der NATO. „Wehrhaft, kriegstüchtig“ will uns Pistorius sehen, „kriegsfähig“ die Streitkräfte, dazu will er „die Gesellschaft aufstellen“. Auf sämtlichen Kanälen werden Register der Propaganda für die „Mentalitätsänderung“ in der Bevölkerung gezogen.

In der Strategie der Abschreckung haben konstruktiv-deeskalierende Vorschläge zur Beendigung von Kriegen keinen Platz, Initiativen zur Stärkung der UN sind nicht sichtbar. Zunehmend wird auf militärische Eskalation gesetzt, neben den Stimmen aus den Parteien mischen Thinktanks tonangebend mit, Militärhistoriker und Generäle kommen häufig zu Wort. Andersdenkende werden angegriffen, diffamiert und ausgegrenzt. Ein großer Teil hiesiger Medien steht „Gewehr bei Fuß“ für die bellizistischen Ziele. Experten sprechen daher von einer „Militarisierung der Medien“.

Der Propagandaforscher Dr. Jonas Tögel (Universität Regensburg) erläutert die Hintergründe und Entstehungsgeschichte der sogenannten Kognitiven Kriegsführung, deren Ziel die gedankliche Beeinflussung der Gegner ist, mittels „Soft-Power-Techniken“, die unterhalb der Wahrnehmungsschwelle wirken.

Ort: DGB-Haus München, Schwanthalerstr. 64Eintritt frei

Veranstalter*innen:
ver.di Ortsverein Medien München, Gewerkschaftliches Aktiventreffen „Soziales rauf – Rüstung runter!“, IPPNW München (Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V.), vdÄÄ München (Verein demokratischer Ärzt*innen), Münchner Friedensbündnis

 
 

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